Heute geht es mir um die FlipChart.
Wann haben Sie sie das letzte Mal benutzt?
Wann haben Sie sie das letzte Mal anstelle PowerPoint benutzt?
Ich erlebe oft, dass Geschäftsbesprechungen ausschließlich mit PowerPoint Präsentationen bestritten werden. Schade, haben Sie sich die FlipChart schon mal genauer angeschaut?
Mit der FlipChart können Sie viel direkter Prozesse entstehen lassen oder auch Grafiken entwickeln und in Relation setzen. Und vor allem: es ist etwas anderes als das eintönige PowerPoint. Sie können viel flexibler arbeiten als mit einer vorgefertigten Präsentation.
Mir geht es nicht darum, die anderen Medien abzuwerten, sondern vielmehr, dass Sie wissen, wie Sie möglichst effektiv verschiedene Medien einsetzen.
- PowerPoint ist unschlagbar, wenn Sie ein Video zeigen oder auch Bilder – diese Brillianz bekommen Sie oft mit Overhead-Folien nicht hin. Ich staune immer wieder wie viel ein Bild aussagen kann. Wie viel Emotionen Sie bereits im Publikum erzeugen können.
- Overhead-Folien sind gut, wenn Sie nicht auf einen Beamer zurückgreifen möchten oder auch eine Präsentation gut vorbereitet haben und den Inhalt der Folie Stück für Stück enthüllen. Allerdings wird dieses Medium zunehmend von PowerPoint abgelöst.
- Visuelle Hilfsmittel – Requisiten sind hilfreich, wenn Sie etwas demonstrieren möchten. Z.B. die Funktionsweise der Fliehkraft – das ist am beeindruckendsten, wenn Sie dann einen Gegenstand an einem Seil schwingen.
- FlipChart ist ausgezeichnet geeignet, Ideen zu sammeln oder auch mit Symbolen zu arbeiten. Prozesse vereinfacht darzustellen. Der Vorteil ist, Ihr Publikum geht mehr mit.
Sehr oft können Sie zwischen verschiedenen Medien wählen, weil alle passen und Sie bestimmen, welche genau und wie Sie sie einsetzen.
Wie setzen Sie die FlipChart möglichst effektiv ein?
Auch hier gilt: Stichworte! In der Kürze liegt die Würze. 1. Schreiben Sie erst wenn Sie im Vortrag dazu kommen – das gibt Ihrem Publikum eine Pause und Sie schreiben wirklich nur ein Wort. 2. Nutzen Sie Symbole, Sie definieren, was Ihr Publikum sehen soll. Beispielweise ein Kreis kann sein: eine Zone, ein Standpunkt, eine Bombe (die Lunte brennt dahinter), ein Anfang für ein Tortendiagramm, ein Loch, Sie definieren es.
Große Stifte
Ich kann mich hier nur Trainern wie Matthias Pöhm und anderen anschließen: nutzen Sie große Stifte. Und ich meine groooße Stifte, deren Schreibfläche quadratisch ca. 1cm beträgt. Damit schreiben Sie automatisch groß. Außerdem haben große Linien einen intensiveren Effekt. Ich habe das schon oft erlebt: eine Grafik, die mit normaler FlipChart-Stiftstärke gezeichnet wurde und mit großen Stiften. Vergleichen Sie gerne selbst.
Symbole
Der Trick bei der FlipChart ist, dass Sie anstelle von Worten Symbole nutzen. Letztens habe ich eine Feng-Shui-Beraterin bei einem Vortrag beobachtet. Sie hat dann Worte wie Feuer, Wasser, etc. genutzt und auf die FlipChart geschrieben. Worte sind abstrakt – Worte sind Etiketten, die in unserem Kopf Bilder hervorrufen. Das Gehirn muss Worte erst “übersetzen”. Symbole sind da leichter zu erfassen. Malen Sie solche Symbole.
Touch, Turn Talk
Eine Toastmaster-Kollegin Denise Magyar hat mal in einem ihrer Feedbacks den Tipp gegeben, die 3T-Regel zu berücksichtigen: Touch – Turn – Talk. Zu Deutsch: Berühren – Umdrehen – Sprechen. Erst schreiben Sie zu Ende, dann drehen Sie sich um und erst dann reden Sie. Es ist manchmal gar nicht so einfach, das einzuhalten, aber es lohnt sich.
Beim nächsten Artikel über die FlipChart werde ich mir einzelne Bereiche noch mal genauer beleuchten.


